ICYE Abschlusscamp in Villa de Leyva

Abschlusscamp von ICYE Colombia in Villa de Leyva

Nun ist es fast so weit und ein Jahr Kolumbien ist um. Für mich sind es nun auch noch ein paar Tage hier. In den letzen zwei Wochenenden bin ich dann noch verreist, zumindest für ein paar Tage um die Zeit hier noch ein wenig auszunutzen.

Nun wurde es auch Zeit für das letzte Camp von ICYE Colombia. Wohin gings? Nach Villa de Leyva, eine kleine berühmte Stadt 4 Stunden außerhalb von Bogotá:

Mit dem Bus gings dann in die kleine touristische Stadt. So warm ist es dort nicht, aber auch nicht kalt. Man kann normal mit T-shirt rumlaufen. Als wir ankamen hatte man uns noch schnell eingewiesen, wann welche Aktivitäten sind. Danach gings gleich mal ab in die Stadt.
Viel zu erzählen gibt es da nicht, eine Stadt eben mit schönen Häusern. Alles sehr sauber und wie jedes Dorf in Kolumbien eine Kirche in der Mitte mit einem Riesen Platz. Nun gut, das muss man sagen der Platz war echt rieesig. Man hatte mir gesagt es sei der größte Platz Kolumbiens. Viel zu unternehmen gab es da auch nicht. Am Abend sind wir dann in eine Discothek gegangen. Nicht alle, manche verweilten lieber am großen „Plaza“ und chillten mit einem Bier in der Hand und haben die kolumbianischen Rhytmen genossen.

Am nächsten Tag gings dann zum Pferde reiten. Das war nicht schlecht, das war super genial. Man hatte uns die Pferde sogar vor die Haustür gebracht. Alle Aufgesattelt und los gings.. ab in die umgebende Landschaft. Anfangs hatte ich kein Gefühl für dieses Pferd aber mit der zeit ging das dann schon. Ich habe dann herausgefunden auf was das Pferd hört und auf welche Signale es reagiert. Bis zum etwas schnelleren Galopieren hab ich es sogar gebracht ;) Das war schon eine super Erfahrung, das habe ich zuvor noch nicht gemacht, zumindest bin ich zuvor noch nie so schnell ein Pferd geritten.
Allerdings tut einem nach etwas längerem Reiten wirklich der Hintern weh, zumindest wenn man kein Profi-Reiter ist, wie ich. Noch schlimmer war ja das ich ne kurze Hose an hatte, das kann ich schon mal jedem abraten da reist man sich ganz schön die Haut auf. Aber nun gut, ich habe nicht rumgemeckert, bin ja schließlich kein Weichei.

Irgendwann gings dann wieder zurück zu unserem Häuschen wo wir uns niederließen. Diese Häuser nennt man hier „Finca“. Die sind zum Teil riesengroß und beinhalten 5-15 Zimmer mit jeweils 2-5 Betten. Also da passen schon ne Menge Leute rein.

Am letzten Tag gingen wir dann zu einer alten Frau, eine Künstlerin die außerhalb von Villa de Leyva lebt. Sie lebt sehr nahe am Dorf Raquira. Während sie vor unseren Augen einen Engel aus Ton zauberte, nutze ich die Situation aus und machte Fotos von allem was nur ging, denn alles sah so künstlerisch und klassisch kolumbianisch aus, das einfach jeden normale Kleinigkeit ein Foto wert war. Eigentlich hab ich mehr Videos gemacht als Bilder.

Nachdem sie uns mit Mais und einer erstaunlichen Geschichte versorgt hatte, gingen wir dann noch in das Dorf Raquira. Dieses Dorft gleicht einem einzigen Gewerbegebiet. Vielleicht hab ich da gar nicht Recht denn wieder mal haben wir aus Zeitgründen nicht sehr viel gesehen. Aber die Zeit reichte noch aus 10 kolumbianische Armbänder für ein paar Freunde in Deutschland zu kaufen und mir noch eine Hängematte für 7 Euro zuzulegen. Ich weiß zwar wirklich noch nicht wohin damit aber wenns schon so günstig ist. Außerdem jeder der in Kolumbien war braucht einfach eine Hängematte. Muss mal schauen wo ich die Zuhause dann aufhängen kann.

Wie schon gesagt, viel gibt es nicht zu erzählen. Es war ein eher ruhiges Wochenende und durch die Aktivitäten von ICYE hat uns einfach die Zeit gefehlt. Trotzdem eine super Erfahrung („JAA ICH WAR DA!!“).

Was kommt noch?

Jetzt habe ich auch nicht mehr lange und gedanktlich bereite ich mich schon mal auf Zuhause vor. Ich denke im Moment sehr zwiespaltig. Einerseits freue ich mich wieder meine Familie und Freunde zu sehen, andererseits hat man sich natürlich in einem Jahr hier ein Leben aufgebaut. Das was ich mir aufgebaut habe gefällt mir super gut und irgendwie will ich hier gar nicht mehr weg. Aber das Leben geht eben seinen Weg.

Mein Projekt habe ich nun schon abgeschlossen, das heißt arbeiten tu ich nun auch nicht mehr. Diese Woche geh ich trotzdem noch mit meinem Chef und Kollegen zu einem Abschiedsessen.

Diese Woche stelle ich dann noch meine Reise in die „Zona Cafetera„, die Kaffeezone Kolumbiens auf meine Seite. Diese Reise war einer meiner Besten. Die Bilder werde ich euch auf keinen Fall vorenthalten.

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