Abschlussbericht meines Projektes

Mein Projekt „Corporación de Residencias Universitarias“

Arbeiten in der Verwaltung der Residencias

Arbeiten in der Verwaltung

Die „Residencias“ ist ein Studentenwohnheim, ausschließlich für die Studenten der Nationaluniversität von Kolumbien. Die meisten Studenten stammen von den verschiedensten Orten bzw. Dörfern in Kolumbien. Viel Geld besitzen diese auch nicht, von daher sind die Zimmer (2-4 Bettzimmer) meist sehr günstig, und daher auch nicht super komfortabel eingerichtet, aber gut bewohnbar. Das Heim liegt ziemlich nah am Zentrum und der Universität (ca. 10 Gehminuten). Die Hälfte des Gebäudes ist total zerstört und unbewohnbar da sich dort vor einigen Jahrzehnten ein Kampf zwischen der Polizei und den Studenten zugetragen hat, von daher ist dieses Abteil des Gebäudes gesperrt. Die andere Hälfte jedoch ist sehr belebt, vom Sekretariat und Kindergarten im Erdgeschoss, bis zum Aufzug der bis in den 13. Stock führt.

Zu Beginn:

Die Residencias bietet im Allgemeinen viele verschiedene Aufgaben, welche ein Freiwilliger machen kann. Als man mir das erste Mal mein Projekt vorgestellt hatte, gab es erst einmal einen Rundgang durch das Studentenwohnheim, um sich einen Eindruck von dem Ganzen machen zu können. Danach wurden über die Pläne geredet, was sich der Leiter des Gebäudes ausgedacht hat, für mich, den Freiwilligen. Nicht alles was von ihm geplant wurde, wurde auch umgesetzt von mir. Dafür konnte ich andere hilfreiche Aktivitäten umsetzen, die am Anfang nicht geplant waren, ich mir aber im Laufe des Jahres dann selbst realisiert habe.

Unter anderem konnte ich im darauf folgendem Jahr folgende Aufgaben und Projekte verwirklichen:

1. Organisierung eines interkulturellen Festes
2. Programmierung einer Datenbank für den Kindergarten
3. Kampfsportunterricht für die Betreuerinnen
4. Wartung des Computerraums und mehr…
5. Dokumentieren des Projektes
6. Programmierung einer Datenbank für die Administration
7. Englisch und Deutschunterricht für die Studenten

Das waren so im Allgemeinen meine Aufgaben. Um die Details etwas hervorzuheben, möchte ich an dieser Stelle die Projekte etwas näher beschreiben, damit man sich ein besseres Bild von den Aufgaben machen kann:

1. Organisieren eines interkulturellen Festes

Internations cultural festival in colombia

Internations cultural festival in colombia

Im August kam ich in Bogota an, drei Wochen später stellte man mir mein Projekt vor und dann sollte meine erste Aufgabe sein, ein Festival zu organisieren. Mit viel Motivation ging ich da ran, auch ohne spanisch hat das geklappt, denn ich hatte viel Hilfe, zumal mein Chef ja auch Englisch gesprochen hat, war das mit der Kommunikation am auch nicht so schwer. Zusammen mit ihm habe ich sehr gut arbeiten können. Zwischendurch mal ne Stunde spanisch mit den Kollegen gelernt, verlief die Organisation im Großen und Ganzen sehr gut.
Wie sollte das denn nun Aussehen das Fest? Da zu diesem Zeitpunkt eh sehr viele Austauschleute bzw. Europäer über die Organisation ICYE da waren, bat sich dich Gelegenheit gut doch alle einzuladen zum Fest. Gleich mal alle angerufen und zum Meeting eingeladen, und organisiert was wir denn alle so machen könnten. Wir bereiteten auch jeweils ein typisches Gericht aus unseren Ländern vor. Verschiedene Dinge, wie Schmuck, Armbänder, Hüte oder sonstiges Typisches aus verschiedenen Kulturen wurde auch verkauft. Doch nicht genug, auch die Vorstellung der jeweiligen Länder von den Austauschleuten war eingeplant, indem sie auf einem Beamer mit verschiedenen Materialien wie Bildern, Videos oder Texten eine andere Kultur vorstellten. Zuletzt sollten dann die vorbereiteten Gerichte auch verkauft werden, für sehr wenig Geld. An Profit sollte dabei nicht gedacht werden, sondern nur um das Geld für die Zutaten eben wieder reinzubekommen. Das verlief im Allgemeinen sehr gut und wir konnten fortfahren mit dem Fest.
Die Kolumbianer zeigten Tänze wie Salsa, Tango und Rhythmen die für uns wiederum toll und außergewöhnlich waren. Wir, die Europäer zeigten lustige Sketche indem wir uns auf die Unterschiede zwischen Europa und Lateinamerika bezogen haben, was beim Publikum auch super ankam. Dann wieder die Kolumbianer mit ihren typischen „Volks-Liedern wo alle begeistert mitgesungen haben, oder eher, alle Kolumbianer.
Letztendlich waren meine Kollegen im Projekt und ich uns auf jeden Fall einig, das es ein super Erfolg war, und gut organisiert wurde. Im Ganzen dauerte die Organisation des Festes ca. 2 Monate.

2. Programmierung einer Datenbank für den Kindergarten

Der Einstieg ins Projekt verlief also schon mal hervorragend, zumal man durch die Organisation das Projekt und die Leute auch super kennen lernt. Ich kannte nun also schon die meisten Ecken des Heims und grüßte somit auch schon die Leute im Gang. Deswegen habe ich mich auch nicht eigenartig gefühlt als sich mein Arbeitsplatz dann gewechselt hat, und zwar in den Kindergarten. Jedoch musste ich mich nicht um die Kinder kümmern. Da ich Programmier bin, lag es sehr nahe eine Datenbank zu programmieren. In einem Meeting hatten sie mich gefragt ob ich denn so was programmieren könne und ich stimmte zu. Im Büro saß ich dann also dann ne weile vorm Computer und machte mich an das Programm. Informationen, welche Tabellen und Namen denn so notwendig seien, bekam ich von den Leuten im Büro. Auch wie ich das alles gestalten sollte und welche Funktionen denn unbedingt eingebaut werden mussten bekam ich alles erklärt und konnte am Ende alles verwirklichen. Selbst ich habe dann noch dazu gelernt, da ich Funktionen geschrieben habe welche ich vorher noch nie geschrieben hatte.

Als ich dann so ziemlich am Ende war mit dem Programm, fehlten also nur noch die Bilder der Kinder. Ich nahm also meine eigene Kamera am nächsten Tag mit und mit einer von den vielen Betreuerinnen gingen wir dann durch den Kindergarten machten Fotos von ca. 150 Kindern. Das hat schon mal seine Zeit gedauert, da kleine Kinder oft nicht so ganz still halten wollen. Mit den Fotos haben wir dann auch ca. 1 Woche gebraucht, denn an einigen Tagen waren ein paar Kinder krank, andere waren einfach nicht da. Das musste dann am darrauffolgenden Tag nachgeholt werden. Als wir dann doch alle Bilder hatten, war der Rest kein Problem mehr. Die Bilder in die Datenbank eingefügt und schon konnte man jegliche Informationen über jegliches Kind abfragen.
Der allerletzte Schritt bestand nun darin die Leute die sich nicht mit Computern auskennen, bzw. wenig, zu erklären wie denn die Datenbank funktioniert. Es waren allerdings nicht viele, deswegen ging das schnell. Im Laufe danach musste ich dann noch kleine Änderungen vornehmen, da sich in der Praxis dann doch noch 2 oder 3 Fehler im Code eingeschlichen haben. So viel ich weiß benutzen sie die Datenbank heute noch.

3. Kampfsportunterricht für die Betreuerinnen im Kindergarten

Da ich also in dieser Zeit herum sehr viel Kontakt mit den Kindergärtnerinnen hatte, und wir uns auch viel unterhalten haben, fanden sie irgendwann heraus das ich Kampfsport beherrsche. Daraufhin weckte ich deren Interesse und sie fragten mich ob ich denn nicht Unterricht hier geben könne. Ich fand die Idee gar nicht mal so schlecht, zumal ich selbst das Training brauchte.
Von da an habe ich regelmäßig am Freitag Kampfsportunterricht (Tae-Kwon-Do) gegeben. Das kam auch sehr gut an, jedoch musste ich wegen einer Krankheit den Unterricht dann Anfang Januar erst mal abbrechen.

4. Wartung des Computerraums und mehr…

Die Residencias besitzt im Erdgeschoss unter anderem eine Bibliothek, einen Konferenzraum und einen Internetraum. Im Internetraum befinden sich einige alte und einige neue Computer. In diesem Raum steht auch der Router, welche alle Computer der Residencias mit dem Internet verbindet. Allerdings gab es nur Internet in diesem Raum, und zwei weitere Computer welche mit dem Netz verbunden waren. Da habe ich mir gedacht, wieso nicht alle Computer mit Internet ausstatten. Ich habe mich also mit meinem Leiter in Verbindung gesetzt und habe ihm gesagt was für Geräte notwendig sind um alle Computer mit dem Internet zu verbinden. Ich bekam eine Zustimmung, jedoch hat sich die Heranschaffung eines Switch etwas herausgezögert, aber letztendlich war er da. Ich habe mich also an die Arbeit gemacht alle restlichen bestehenden Computer mit dem Router (durch den Switch) zu verbinden. Kabel alle schön verlegt und dementsprechend Konfigurationen an den entsprechenden Maschinen durchgeführt. Und schon waren wir im Netz.
Das ganze Jahr über, wenn also mal Internet nicht funktionierte war ich, in meiner Arbeitszeit, meistens derjenige der sich mit dem Router und der Verkabelung befasste.

5. Dokumentieren des Projektes

Die Organisation ICYE wollte eines Tages eine Dokumentation über mein Projekt haben. Da ich sowieso eine Internetseite habe, wo ich mein ganzes Jahr und Projekt beschreibe und dokumentiere, habe ich mir gedacht, statt es sehr trocken auf Papier zu machen, erstelle ich doch lieber ein Video. Wieder nahm ich am nächsten Tag meine Kamera mit in die Arbeit und startete also das Projekt. Mein Chef hielt die Kamera und ACTION! Die Texte und Vorstellungen hatte ich mir am Tag zuvor schon überlegt und in meinen Notizblock geschrieben somit musste ich nur noch vor der Kamera stehen und lesen. Ich dokumentierte jede kleine Ecke des Studentenwohnheims, erzählte die Geschichte des Gebäudes und interviewte Leute wie den Hausmeister, Studenten und zeigte einige Räume und Zimmer der Studenten. Das Video habe ich dann am Computer zurechtgeschnitten, einige Stellen verbessert und noch mal gedreht. Am Ende hab ich es dann an ICYE geschickt und meinem Chef gezeigt, der sehr begeistert davon war. Gustavo, welcher damals für mich verantwortlich war sagte mir er habe das Video an viele andere ICYE Büros in Europa geschickt. Zugleich stellte ich das Video auf meine Seite online welches bis heute ca. 500 Mal heruntergeladen worden ist. Ein künftiger Zivi meinte zu mir, das ICJA Deutschland das Video auf einem Infoseminar vorstellte.

6. Programmierung einer Datenbank für die Administration

Man hatte mich im Projekt dann mal gefragt ob ich die gleiche Datenbank wie ich es im Kindergarten gemacht habe, denn auch für die Studenten die im Wohnheim leben programmieren könne. Ich antwortete mit Ja. Also begann ich das Konzept meiner bestehenden Datenbank zu ändern und machte mich daran eine neue Datenbank zu erstellen. Doch dieses Mal war es gar nicht mal so leicht, denn dieses Programm brauchte viel mehr Informationen und Funktionen. Ich musste also meinen kompletten vorhandenen Quelltext umschreiben, was sich gar nicht als so leicht erwies. Bis zum Schluss meines Austauschjahres sollte ich noch daran sitzen und arbeiten. Das Gründgerüst habe ich allerdings hinbekommen, und die Datenbank lief letztendlich auch, jedoch hatte man mir gesagt das noch viel mehr Tabellen und Zeilen eingefügt werden müssten, jedoch habe ich diese Informationen nicht erhalten, von daher fehlen diese Angaben noch im Programm. Aber das Programm läuft und ist einsatzfähig.

7. Englisch- und Deutschunterricht für die Studenten

Wenn man sich etwas anstrengt und mit viel Menschen zu tun hat in Kolumbien, lernt man die spanische Sprache eigentlich relativ schnell, zwar nicht in Perfektion aber es reicht auf jeden Fall aus um Englisch und Deutschunterricht für die Studenten der Nationaluniversität zu geben. Also habe ich mit einem anderen Austausch-Zivi diese Aktion geplant und in der Residencias Poster aufgehängt und Emails versendet, das ab nächster Woche ein Gratis-Englisch-Deutsch-Kurs startet. Am Tag der Einschreibung kamen dann 140 Studenten die am Kurs teilnehmen wollten. So viele haben wir nicht erwartet. Aber wir haben uns gefreut, das zeigte, dass wir auf großes Interesse gestoßen sind. Mir war aber allerdings klar, dass von den 140 nicht alle in der darauf folgenden Woche erscheinen würden. Ich sollte Recht behalten und es kamen ca. 80 Leute am ersten Tag um englisch und deutsch zu lernen. Marko gab den Deutsch Kurs, und ich den Englischkurs, wobei wir uns immer dabei unterstützt haben falls wir selber Zweifel an der Grammatik der entsprechenden Sprachen haben sollten. Von Woche zu Woche kamen dann immer weniger Studenten bis wir dann eine feste Anzahl an Schülern hatten, die dann wirklich immer regelmäßig kamen. Mit den verbliebenen 10-15 Schülern konnte man auch viel besser und persönlicher arbeiten als mit 80 Schülern. Falls mal einer von uns nicht Unterricht geben konnte, haben wir uns immer gegenseitig ersetzt.

Wie verlief der Unterricht? Nun der Level der Schüler war nicht bei Null, aber auch nicht sehr hoch. Ich gewöhnte mich relativ schnell, und entwickelte eine Lehrmethode, indem ich selbst Arbeitsblätter spezifisch für die Schüler erstellte und sie regelmäßig nach Vokabeln abgefragt habe. Ich selbst sah den Lerneffekt, indem ich sie immer wieder abgefragt habe. Auch Hausaufgaben habe ich regelmäßig aufgegeben die auch von den meisten gemacht wurden. Um den Schülern ein Bestätigungsgefühl zu geben, hab ich auch eine Prüfung in Englisch geschrieben, welche sehr gut ausgefallen ist.

Anfangs gaben wir den Kurs zweimal die Woche, Montag und Mittwoch am Nachmittag. Es war klar, dass wir den Stundenplan nicht für alle zurechtschneiden konnten, da schien uns das Beste einfach der Nachmittag am Montag und Mittwoch.

Irgendwann hab ich mich dann noch dazu entschlossen am Donnerstag auch noch Unterricht zu geben. Also habe ich zusätzlich noch alleine am Donnerstag Englisch und Deutschunterricht gegeben.
Manchmal, wenn es mein Terminkalender erlaubte habe ich dann auch noch Dienstag unterricht gehalten, immer nach Absprache mit meinen Schülern. Es hat alles eigentlich immer sehr gut geklappt, und zum Unterricht ist eigentlich immer jemand erschienen, es gab also nie einen Tag wo mal keiner kam.
Am Ende meines Austauschjahres habe ich dann meine Schüler mal gefragt, ob sie meinen dass sie besser englisch sprechen als vor dem Kurs. Sie antworteten mit ja, und bedankten sich bei mir, was mir natürlich auch eine Bestätigung gab.

Hinzu habe ich meinen Schülern noch ein weiteres Angebot gemacht. Da mein Austauschjahr dann zu Ende war, hatte ich ihnen vorgeschlagen, damit sie ihre neu-erworbenen Englischkenntnisse nicht verlieren, mit mir weiterhin per Email Kontakt zu halten, allerdings ausschließlich auf Englisch oder Deutsch. Mit der Zeit hat sich auch ein etwas persönlicher Kontakt zwischen mir und meinen Schülern entwickelt, was mir sehr gefallen hat, denn dadurch habe ich auch deren Kultur kennen gelernt und gesehen wie sie Leben.

Das waren also meine Aufgaben in meinem Austauschjahr in Kolumbien.

Residencias 10 de Mayo ist auf jeden Falle ein super Projekt. Es gibt immer etwas zu tun in diesem Gebäude, man kann sich also nicht langweilen.

Die Stärken des Projektes sind unter anderem:

– Die Menschen sind super freundlich, und man kann sich an jeder Stelle mit irgendjemand unterhalten.

– Durch die große Anzahl von Studenten, aus allen möglichen Orten von Kolumbien, lernt man viele Leute kennen und somit auch die verschiedensten Kulturen und Geschichten.

– Arbeitszeiten kann man sich flexibel gestalten. Wenn man also einmal am Morgen nicht kann, kann man länger arbeiten, oder am nächsten Tag früher anfangen.

– Es gibt sehr viele Möglichkeiten etwas Gutes zu tun. Man langweilt sich also nicht ein Jahr lang am selben Platz, sondern man kann an sehr vielen verschiedenen Stellen verschiedene Aufgaben erledigen.

– Durch die vielen Leute und somit Unterhaltungsmöglichkeiten wird auch hier das Spanisch nicht vernachlässigt. Fast keiner spricht so richtig gut englisch somit kommt man nur mit spanisch voran. Von daher ist der Lerneffekt wirklich sehr groß.

Als negativ betrachte ich eigentlich nichts, jedoch gab es eine kleine Sache die mich gestört hat:

Die meisten Leute im Wohnheim sind super ok. Es gibt allerdings so selbsternannte „Cheguevaras“, die meinen sie könnten die Welt ändern, indem sie in der Nationaluniversität die Wände mit Hakenkreuzen vollsprayen, dabei nicht mal wissen was das Zeichen bedeutet, und mit der Polizei kämpfen.

Einmal wollte ich pünktlich zur Fußball WM 2006 im Konferenzsaal der Residencias einen Fußball-Tag veranstalten. Ich habe also Poster aufgehängt das alle Studenten eingeladen sich den Auftakt anzuschauen. Keine 5 Minuten später waren meine Poster mit revolutionären Aufrufen vollgekritzelt, das die WM „wirtschaftlich sehr schlecht sei für Kolumbien?“ Ich habe das bis heute nicht verstanden, was die WM in Deutschland bitte mit den politischen Problemen in Kolumbien zu tun hat?
Wie auch immer, dadurch haben sie mich sauer gemacht, da für mich als Deutschen die WM schon eine Bedeutung hatte, und somit habe ich alle Poster wieder abgenommen und den Event abgeblasen.

Was ich damit sagen will ist, dass das Arbeiten in der Residencias einen näher an das politische Geschehen in Kolumbien bringt. Die Studenten der Nationaluniversität sind politisch sehr engagiert, jedoch in meinem Sinne nicht positiv. Ich bin mit vielen Aktionen mancher Studenten nicht einverstanden und teile meine Meinung nicht mit ihnen. Ich finde dass man durch Krieg und Kämpfe niemals ein Problem aus der Welt schaffen kann. Aber viel ändern kann ich an der Situation auch nicht. Ich äußere meine Meinung auch schon gar nicht mehr, weil ich selten auf Zustimmung stoße.

Aber wie gesagt, nicht alle sind so. Die Mehrheit will eben einfach nur studieren und sich weiterbilden. Viele wollen eben nur am Morgen aufstehen, friedlich in die Uni gehen, lernen und dann am Nachmittag zurückkehren … zurückkehren in die Residencias … a la Corporación de Residencias Universitarias.

Kommentieren