Nationalpark Tayrona

Urlaub in Kolumbien

Das Tayrona Video gibts gleich mal hier!

Es gibt viele Möglichkeiten in Kolumbien Urlaub zu machen. Ob man nun in den Amazonas im Süden fährt, andere Städte besucht wie z.B. Medellin, Cali oder in die kleinen „pueblos“ (Dörfer) fährt. Es kommt drauf an auf was man eben Lust hat. Nun uns hat da eher die Karibikküste gelockt.

Vor der Abreise

Drei Wochen vor Abreise haben wir schon angefangen zu planen. Ein Flug nach Santa Marta war zu teuer, also haben wir uns entschlossen mit dem Bus in den Norden Kolumbiens zu fahren. Die Karten haben wir dann bei der Busgesellschaft „Brasilia“ gebucht. Dann noch ein Apartment in Cartagena gemietet und das Wichtigste war schon mal erledigt.
2 Tage vor Abreise haben wir uns noch alles mögliche gekauft:
Insektenspray, Badehosen, Badeschlappen, Sonnenbrillen, Sonnencreme (Schutzfaktor mind. 30), und viel Essen für Tayrona, da wir da zelten wollten, deswegen auch viel Wasser. (50 Liter waren gerade ausreichend, hat perfekt gereicht für 5 Tage Camping). Wichtig auch: Medizin, ein bequemer Rucksack, Ein Cap oder Sombrero zum Schutz vor der Sonne.

Tayrona

Dann gings los. Abends um ca. 19.30 Uhr fuhr der Bus von Bogota aus los. Der war super bequem, ist auch normal da die Fahrt nach Santa Marta ca. 15 Stunden dauerte. Die meiste Zeit schliefen wir im Bus… Aufgewacht und es waren nur noch ein paar Stunden übrig und wir kamen in Santa Marta an. Vollgepackt mit vielen Kilos aufm Rücken suchten wir in der Hitze eine Möglichkeit um zum Nationalpark „Parque Tayrona“ zu kommen. Taxi schien uns dann die beste Möglichkeit zu sein, da wir uns den Preis einfach teilen konnten und in weniger als einer Stunde direkt vor dem Park ankamen.

Bevor man allerdings in den Dschungel rein darf, muss man sich erst registrieren. Man sollte also seinen Ausweis dabei haben. Was mich ziemlich gestört hat: Kolumbianer zahlen ca. 5000 Pesos Eintritt (ca. 1,66 EUR), Ausländer dagegen zahlen 20.000 Pesos (ca. 7 EUR). Scheint nicht viel zu sein, hat mich auch nicht so enorm gesört, aber das prinzip hat mich ein wenig gestört.

WICHTIG:

Es stehen große Schilder vor dem Park, das man sich 2 Wochen vorher gegen Gelbfieber impfen sollte. Das ist tatsächlich sehr wichtig. Ohne diese Impfung sollte man wirklich nicht durch den Dschungel laufen. Ich habe die Leute dort gefragt ob es schon mal vorgekommen sei daß sich einer mit Gelbfieber infiziert hätte, sie meinten allerdings zu mir das es bisher nicht vorgekommen sei, aber die Gefahr trotzdem bestehe. Wer also plant in den Park zu fahren und keine Gelbfieberimpfung hat, kann sich in Bogota am Flughafen umsonst impfen lassen (Allerdings 2 Wochen vor Abreise!).

Ab in den Park…

Durch den Dschungel in Tayrona Kolumbien

Durch den Dschungel in Tayrona Kolumbien

Gut wir waren alle geimpft, haben gezahlt und durften nun eintreten. Allerdings hatten wir viel zu viel Gepäckt um durch den Park zu laufen. Wir hatten ca. 2 Stunden Marsch vor uns, um an den Strand zu kommen, wo wir letztendlich zelten wollten. Also entschieden wir uns, uns einen Esel zu mieten der das schwerste Gepäck tragen konnte. Dann gings los, bergauf bergab, durch den Schlamm durch Pferdemist, mitten im Dschungel wie mans vorher nur im TV gesehen hat. Geräusche von Tieren die man vorher nicht kannte. Eine wirklich einmalig Erfahrung. Man sollte sehr viel Wasser trinken da es wirklich sehr anstrenged werden kann in der Hitze. Ab und zu trifft man auf andere Leute die entweder gerade den Park verlassen oder man überholt Leute die das gleiche Ziel haben.

Nach 90 Minuten erreichten wir den Strand, fast leer, fast keine Menschen. Dort staunten wir erst mal und machten Rast, denn es war noch nicht das Ende des Trips. Nun mussten wir nur noch einen Strand suchen an dem wir uns dann niederlassen wollten. Unterwegs am Strand gibt es ab und zu Leute die Wasser und Essen verkaufen, allerdings ist der Preis dementsprechend. Für Europäische Verhältnisse natürlich billig, aber für kolumbianische Verhältnisse sehr teuer.
Eine halbe Stunde später kamen wir letzentlich total geschafft an unserem Strand an. Wir bauten unsere zwei Zelte auf, relativ schnell, dafür das wir das vorher nie „geprobt“ haben. Am gleichen Tag haben wir auch nicht mehr viel gemacht, da wir sehr müde waren. Vorm Schlafen gehen noch alle schön draussen Shisha geraucht und dann ab ins Bett. Allerdings hatte ich am Anfang ziemliche Probleme mit dem Schlafen, da ich das in so einer Wärme nicht gewohnt war, und die erste Nacht war wirklich enorm heiß. 2 Leute in einem Zelt und die restlichen 4 im Anderem.

„…und was machen wir jetzt?…“

Tayrona

Tayrona

Was macht man nun in Tayrona, wo es keine Rezeption gibt, keine Geschäfte gibt, einfach nichts… man befindet sich mitten im Nirgendwo mit anderen SEHR WENIGEN Touristen die ebenfalls campen. Nun, man legt sich an den Strand, liest ein Buch, genießt de Sonne, geht ins Meer schwimmen, lässt sich dann innerhalb weniger Minuten wieder von der Sonne trocknen und braun braten. an der Stelle sehr wichtig: Auch für Leute die von Natur aus ziemlich dunkel sind, ist es sehr notwendig Sonnencreme mit großem Schutzfaktor aufzutragen. Die Sonne ist enorm stark, selbst ich habe mich mit Creme mit Schutzfaktor 30 eingeschmiert.
Leute die kein Zelt haben, haben die Möglichkeit in Hängematten zu schlafen, die man dort mieten kann.

Nun, es gibt doch etwas zu tun, allerdings sollte man ziemlich fit sein: In Tayrona gibt es das „Pueblito“, ein Indianerdorf oben in den Bergen. Also haben wir am dritten Tag unsere Rucksäcke gepackt, viel Wasser mitgenommen und uns wieder in den Dschungel gemacht und diesmal ziemlich stark bergauf, und wieder unglaubliche Aussichten, die einem „den Atem rauben“. Dieser Marsch dauert auch wieder ca. 2 stunden, und wir kamen endlich im Dorf an. Man sieht Treppen aus Stein, überall runde kleine Häuschen die vor langer Zeit von Indianer erbaut wurden. Leider haben wir nicht viele Indianer gesehen, aber tatsächlich gab es ein kleines Häuschen wo Indianer drin saßen, mit typischem Lagerfeuer. Zwei Kinder kamen aus dem Haus heraus und schauten uns an, da sie sehr selten Leute wie uns aus der „Zivilisation“ sehen. Wir wurden lange von den kleinen Kindern beobachtet. Wir sind den Indianer aber nicht zu nahe gekommen, um ihre Privatsphäre zu respektieren. Wenn sie mit uns hätten reden wollen, währen sie schon zu uns gekommen, aber das taten sie eben nicht. Nachdem wir dort Rast gemacht haben, und viele Fotos und videos gemacht haben, haben wir uns dann wieder auf den Weg bergab gemacht, jedoch nicht den genauen Rückweg, es gab einen anderen Weg, welcher uns dann an einen anderen Strand führte mit einer fantastischen Aussicht. Dort haben wir dann die letzte Rast gemacht, gegessen und

Zelten in Tayrona

Zelten in Tayrona

dann waren es nur noch ein paar Kilometer bis zu unseren Zelten.

Zum Schluss

In den letzten zwei Tagen ließen wir uns es dann einfach nur noch gut gehen. Entweder man geht am morgen am Strand joggen, schaut sich den Sonnenaufgang am Horizont an, oder man schläft eben lange aus, frühstückt danach mit Blick aufs Meer, legt sich danach wieder an den Strand.
Abends haben wir uns dann immer vor unserem Lagerfeuer hingelegt und diskutiert und uns mit anderen Ausländern aus USA, England, Iran oder Südamerika unterhalten.
Irgendwann kam dann der letzte Tag. Wir wollten um 5 in der Früh aufstehen um unsere Sachen zu packen und früh zurücklaufen. Jedoch war das nicht so gut, es war noch stockfinster um 5 also schliefen wir ein wenig länger, packten dann die Zelte zusammen und unsere Sachen. Dann gabs noch ein letztes Frühstück vorm Meer. Gesprochen wurde nicht viel, alle waren sehr müde. Gut, mit weniger Gepäck sind wir dann losgegangen. Derselbe Weg wie wir gekommen sind. Vielen kam der Weg so lange vor, mir kam er kürzer vor – letztendlich sind wir jedoch wieder 2 Stunden durch den kolumbianischen Dschungel gelaufen. Am Eingang angekommen mussten wir uns wieder ein Möglichkeit suchen zur Busstation von Santa Marta zu kommen. Wir stopften uns dann alle mit anderen Reisenden in einen wintzigen Bus, welcher uns in weniger als ner Stunde nach Santa Marta brachte. Dort angekommen mussten wir uns wieder eine Möglichkeit suchen nach Cartagena zu kommen, unser zweites Ziel unserer Reise (kommt demnächst online)

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An der Stelle entschuldige ich mich für alle Rechtschreibfehler. Falls sich jemand findet, der mir diesen Text auf Englisch übersetzt, soll er mir doch bitte eine Mail schreiben. Wie gesagt, mein Trip nach Cartagena kommt auch noch online. Das Video ist gerade am Entstehen, genauso wie der Bericht.

27. Februar 2006 / Bogota D.C.

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